Der Atlantik hat diese seltenen Momente, in denen er Geschichten erzählen will ……………
Der Abend dort am Strand hatte etwas Ungreifbares, so ein Moment, der einen einfach erwischt. Das Licht fiel tief über den Sand, warm und ruhig, während der Himmel darüber wirkte, als hätte er längst aufgegeben, freundlich zu sein. Der Wind zerrte den feinen Sprühnebel der Wellen über die Mole, Schicht für Schicht, und jedes Mal, wenn eine Welle brach, leuchtete dieser Nebel kurz auf, als wolle er beweisen, dass er doch noch da ist.
Die Menschen unten am Wasser standen da wie leise Gedanken in der Landschaft. Keine großen Gesten, nur dieses stille Beobachten, das entsteht, wenn man spürt, dass die Natur in diesem Moment mehr zu sagen hat als man selbst. Man braucht keine Gesichter, um zu verstehen, dass sie dort nicht nur vorbeigehen, sondern sich kurz von der Szene einfangen lassen.
Und irgendwo zwischen diesen Eindrücken stehe auch ich, auf dem Balkon – in meinem Schlafanzug, Zigarette in der Hand, eigentlich nur rausgegangen, um einmal tief durchzuatmen, und plötzlich bleibe ich hängen, weil alles vor mir so echt wirkt, so unverstellt. Ich werde für einen Augenblick Teil dieser Stimmung, ohne es zu wollen………
Rauchen sein gelassen, Kamera geholt…………
Alles fließt für mich hier ineinander – das Licht, das den Sand zum Glühen bringt – der Wind, der jede Kontur wieder verwischt – die Brandung, die zeigt, was Kraft bedeutet – ohne laut zu sein. Nichts wirkt vorbereitet, Nazaré hat diese Art, dir zwischen zwei Atemzügen klarzumachen, wie groß die Welt sein kann, wenn Licht, Wind und Wasser für ein paar Minuten dieselbe Sprache sprechen, und vor allem, wie klein wir sind…………..
Atlantik im November halt…………








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