Das Kloster von Batalha ist ein Dominikanerkloster und zählt zu den wichtigsten Bauwerken Portugals………..
Rund 150 Jahre wurde daran gebaut, und man sieht dem Ort genau diese lange Entwicklung an. Die portugiesische Spätgotik und der manuelinische Stil greifen ineinander, aber nicht glatt, sondern eher wie ein Bauwerk, das mit der Zeit gewachsen ist – geprägt von vielen Händen und vielen Entscheidungen.
Genau das macht den ersten Blick interessant. Die Fassade ist dicht, kantig und voller Details, die erst wirken, wenn man etwas Abstand hat. Nimmt man sich den Platz davor, sortiert sich der Bau langsam. Linien tauchen auf, Formen wiederholen sich, und aus dem vermeintlichen Chaos entsteht Struktur.
Innen setzt sich das fort, nur klarer. Die hohen Säulen und die vertikalen Linien führen den Blick automatisch nach oben. Das Licht fällt nicht spektakulär, sondern eher ruhig über den Stein. Vieles wirkt aufgeräumt, fast nüchtern, obwohl die Architektur hochkomplex ist. Der Raum erklärt sich selbst – man muss nur lange genug hinschauen.
Für mich war das Fotografieren hier vor allem ein Versuch, diese Ordnung sichtbar zu machen. Nicht nur die Größe, nicht die Historie, sondern das, was der Bau an Formen und Rhythmus vorgibt. Die Wiederholungen, die Perspektiven, die Stille zwischen den Steinen.
Am Ende bleiben es einfach Bilder eines Ortes, der sich nicht aufdrängt, aber viel zeigt, wenn man ihm, und sich selbst, Zeit gibt…………!












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